Ein typisches Weihnachtsrezept aus Norwegen ist julebrød

Das beste Weihnachtsrezept aus Norwegen: Julebrød

Die Vorweihnachtszeit wird in Norwegen noch ausgiebiger zelebriert als in Deutschland. Die Dunkelheit wird mit dem Glanz von tausenden Lichterketten überstrahlt. Und die Kälte des Winters mit der Wärme des Backofens einfach weggebacken. Mein liebstes Weihnachtsrezept aus Norwegen ist Brot und Kuchen zugleich – ausgesprochen skandinavisch und fluffig weich. Hier geht’s zu meinem Lieblingsrezept.

Zur Weihnachtszeit in Norwegen gehört definitiv julebrød oder wie es auch genannt wird julekake, ein Weihnachtsbrot bzw. -kuchen. Julebrød ist ein saftig-süßes Hefegebäck mit Rosinen und ganz viel Kardamom. Am ehesten erinnert das julebrød an einen Hefezopf. Durch die Zugabe von Rosinen und Kardamom – typisch für Gebäck aus Skandinavien – erhält es seine unwiderstehlich weihnachtliche Note.

Ein typisches Weihnachtsrezept aus Norwegen ist julebrød
Das „julebrød“ gehört in Norwegen zur Weihnachtszeit ebenso wie Schnee und Sonne.

Rezept für norwegisches Weihnachtsbrot – „julebrød“

Das Rezept ist ausreichend für 2 Brote. Die Zubereitungs- und Backzeit beträgt rund 3 Stunden auf Grund der längeren Gehzeiten des Hefeteiges. Aber was lange währt, wird gut. Das verspreche ich!

Zutaten:

500 gWeizenmehl
ca. 300 mlMilch
1Ei (verquirlt)
1 Pck.Trockenhefe (ausreichend für 500 g Mehl)
75 gZucker
1–2 TL Kardamom (je nach Geschmack)
½ TLSalz
75 gweiche Butter in Würfeln
150 gRosinen

Zubereitung:

Die Rosinen für 20 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen.

In der Zwischenzeit Mehl, Milch, die Hälfte des verquirlten Eis, Hefe, Zucker, Kardamom und Salz in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben. Mit dem Knethaken auf geringer Stufe zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Falls der Teig zu flüssig ist, etwas Mehl hinzugeben. Ist er dagegen zu fest, nach und nach noch etwas Milch dazugegeben. Anschließend den Hefeteig für 10 Minuten auf kleiner Stufe kneten.

Die Butterwürfel zum Teig geben und so lange auf mittlerer Stufe verkneten, bis die Butter ganz eingearbeitet ist. Der Teig sollte sich am Ende leicht vom Rand der Rührschüssel lösen.

Das Wasser der Rosinen abgießen. Überschüssiges Wasser zusätzlich mit den Händen auspressen. Die Rosinen zum Hefeteig geben und kurz unterrühren bis sie gleichmäßig im Teig verteilt sind.

Die Rührschüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einen warmen, zugfreien Ort stellen. Den Hefeteig ungefähr 1½ Stunden gehen lassen oder bis er die doppelte Größe erreicht hat.

Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und in 2 gleich große Portionen teilen. Für weitere 15 Minuten ruhen lassen.

Beide Portionen zu Broten formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Genügend Abstand zwischen den Broten lassen. Ein Küchenhandtuch über den Teig legen und 1 weitere Stunde gehen lassen.

Mit dem Rest des verquirlten Eis die Kuchen bepinseln. Die Brote auf unterster Schiene im Backofen bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für 25–30 Minuten backen, bis sie eine goldgelbe Farbe haben. Werden die Brote zu dunkel, in den letzten Minuten der Backzeit mit Backpapier abdecken. Klopft man nach dem Backen auf die Unterseite der fertigen Brote, sollten sich diese leicht hohl anhören.

Am besten schmeckt julebrød mit etwas gesalzener Butter.

Meine Tipps:

  • In einigen norwegischen Rezepten wird neben Rosinen auch Zitronat verwendet. Eine Backzutat von der ich selbst kein großer Fan davon bin, deshalb ist mein Lieblingsrezept ohne. Wer mag, kann 100 g Rosinen und 100 g Zitronat verwenden.
  • Falls keine Küchenmaschine zur Hand ist, kann der Teig auch mit den Knethaken eines Handmixers oder den Händen bearbeitet werden. Durch die Bearbeitung mit den Händen lässt sich die Geschmeidigkeit des Teiges meines Erachtens am besten fühlen.
  • Julebrød lässt sich gut einfrieren. Dazu das Brot komplett auskühlen lassen und anschließend einfrieren. Vor dem Verzehr an der Luft auftauen lassen. Entweder das ganze Brot im Backofen aufwärmen oder einzelne Scheiben toasten. Schmeckt wie frisch gebacken! Dazu noch eine Tasse Tee und ein prasselndes Kaminfeuer… einfach himmlisch.

Håper det smaker!

Welche Gerichte es traditionell am Weihnachtsabend in Norwegen gibt, erfährst Du hier.


Ich habe in den letzten Jahren unterschiedlichste Julebrød-Rezepte ausprobiert. Mein liebsten Weihnachtsrezept aus Norwegen stammt von der Food-Bloggerin Trine Sandberg. Weitere norwegische Rezepte findet ihr auf Trines Matblogg.

Text und Fotos: Maren Tanke

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